Montag, 10. März 2014

Schwedischer Alltag

Hej Hej.... :)

Damit ihr nicht glaubt, wir wären in der Versenkung verschwunden - hier ein kurzer Zwischenbericht.

Diese Woche besuchten wir einen traditionell schwedischen Markt, Sascha war in Are beim Skiweltcup und wurde dabei fast berühmt, ich versuchte mal wieder sportlich aktiv zu sein, Schweden wird immer grüner und zur Zeit bereitet sich alles auf die Schwedischklausur vor aber wie immer fangen wir besser mal vorne an ;)

Die Uni bietet hier diverse Möglichkeiten an, sich körperlich zu ertüchtigen. Sarah und ich hatten also geplant, zusammen mit ihrem Freund Tobi, diese Möglichkeit am Dienstag in Form von "Badminton" spielen auszunutzen. Der Tag war für schwedische Verhältnisse relativ voll mit Vorlesungen gepackt.
Die erste Vorlesung stellte sich als Seminar raus, in der uns Sachen erklärt wurden, die wir bereits kannten, da diese auch online nachlesbar sind. Also fanden wir uns in unseren Gruppen zu einer kurzen Lagebesprechung zusammen und danach kamen wir wieder zur schwedischen Fika (ca. 4h Leerlauf bis zur nächsten Vorlesung - das ist selbst für eine schwedische Kaffeepause sehr ausgedehnt) zusammen. Nach der Schwedischstunde folgte - oh Wunder - die nächste Fika, da wir noch weitere 2 h aufs Badmintin warten mussten. Vollbepackt mit Hummeln im Hintern (zuviel Kaffee kann ziemlichen Bewegungsdrang auslösen...) starteten wir dann endlich zum Badminton.
Um diese 2 h kurz zusammen zu fassen: Sarah und ich waren komplett durchgeschwitzt (Tobi nicht......aber morgen ist ja wieder Dienstag!!! ).Ich habe noch nie soviel in einer Turnhalle lauthals vor mich hingeflucht (kleiner Ratschalg - spielt nicht beim ersten Mal direkt gegen Leute, die seit 10 Jahren spielen, wenn dir die Turnhalle erhobenen Hauptes wieder verlassen wollt....), aber es hat wirklich Spaß gemacht. Zumal die Schweden ja auch keine deutschen Kraftausdrücke verstehen =)
Dieser Spaß endete leider damit, dass ich in der Umkleide feststellte, dass manche Joggingshosen nicht unbedingt reißfest sind aber dieses Thema wollen wir hier nicht näher vertiefen....2 h und eine halbe Flasche Weiswein mit den italienischen Mädels später, war meine Würde wieder soweit hergestellt, dass ich nicht schreiend das Land verlassen habe. Wie sagt man noch: Hinfallen, aufstehen, Krönchen richten und weiter geht es.....Ich möchte Tschibo im Nachhinein auch für dieses unvergessliche Erlebnis danken.

Der traditionelle, schwedische Markt war jedenfalls einen Ausflug wert. Hier konnte man allerhand altes, schwedisches Handwerk bestaunen: handgemachte Textilien, selbstgemachter Käse oder Wurst und traditionelles schwedisches Essen, von dem wir bis heute nicht genau wissen, was es war.
Ein Highlight war z.B. der Elchdöner ;)

Das rätselhafte schwedische Essen

Schokolade....






Neuheit: Elch-Kebab


Danach machten wir noch einen kurzen Abstecher in den Winterpark (s. vorherigen Post) aber hier schmilzt mittlerweile vieles weg oder ist bereits nicht mehr vorhanden. Das Wetter war an diesem Tag auch richtig fies und daher kehrten wir als erstes, anschließend in ein Café zur Fika ein.



Marta (eine der Italienerinnen) machte uns seit Tagen verrückt, weil  an diesem Tag ab 16 Uhr eine Afterworkveranstaltung im Captain Cook stattfinden sollte. Man durfte dieses Wort schon gar nicht mehr erwähnen, ohne zu lächeln, als wenn man grade den Friedensnobelpreis verliehen bekommen hätte.
Jedenfalls sah die Livemusik dann so aus, dass ein DJ an einem Minipult in einer Ecke saß und 20 Leuten etwas von diesem Pult aus vorspielte (mixte, oder wie auch immer). Marta war entsprechend begeistert.... Also endete der Abend dann im Cuprum, ein anderer Pub mit wirklicher Live-Musik. Man brauchte am Ende auch nur ca. 1h, um sich zu entscheiden wo nun gegessen werden sollte und wer nach Hause geht und wer in der Stadt isst etc.....

Wie ihr alle sicher mitbekommen habt, fand dieses Wochenende hier in Are der Skiweltcup statt. (Falls nicht: Ich habe auch erst von meinem Vater aus Deutschland davon erfahren ;) )
Sascha war jedenfalls mal wieder bestens informiert und ließ sich dieses Event natürlich nicht entgehen.
Man stelle sich also Sascha und Max vor, die während des Cups auf einmal von der Kamera eingefangen werden und auf einer riesigen Leinwand auftauchen. Beide versuchen vergeblich die Kamera ausfindig zu machen und Publikum und Moderator machen sich über die beiden hektisch umhersuchenden Köpfe lustig....
In Are schneite es, im Gegensatz zu Östersund, an diesem Tag ziemlich heftig und da sich hier das Wetter relativ schnell ändern kann, hatten ein Paar Teilnehmer Glück und sie konnten ohne Schneesturm starten aber die meisten hatten jedoch ziemlich mit dem Schneesturm zu kämpfen, was dann auch deutlich an den Platzierungen zu sehen war.

Ansonsten hat uns auch hier der Frühling verfrüht eingeholt. 7,5°C kommt uns mittlerweile ziemlich warm vor. Normal wäre es für diese Zeit, wenn die Temperaturen sich um -10°C bewegen würden. Dies hat zur Folge, dass vereinzelte Erasmusleute bereits in Flipflops vor die Tür gehen ;)

Der Rest der Woche gestaltet sich bis heute eher ruhig, da langsam die Klausurpanik aufkommt und sich immer mehr an den Schreibtisch setzen um Herr über gefühlte 1 Millionen Vokabeln zu werden.
Man antwortet sich z.T. sogar (versuchsweise) bei Whatsapp in schwedisch ;)

Drücken wir also allen die Daumen, dass keiner durchfällt!


Bis dahin =)












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